Dropshipping-App für Shopify: AutoDS, DSers, CJ & Co. im Vergleich

Kurz gesagt: Für AliExpress-Produkte ist DSers die naheliegende Dropshipping-App für Shopify, weil der Gratis-Tarif schon Import und Sammelbestellung kann. CJdropshipping ist kostenlos installierbar und hat ein eigenes Lager in Deutschland. AutoDS lohnt sich, wenn du viele Lieferanten automatisiert überwachen willst, Zendrop ist stark auf die USA ausgerichtet. Wer für Kunden in Deutschland schnelle Lieferzeiten will, schaut sich zusätzlich Syncee, Spocket oder BigBuy mit EU-Lieferanten an.

Welche Dropshipping-App für Shopify passt zu dir? Wir haben im Oktober 2026 die Preise und Funktionen von AutoDS, DSers, CJdropshipping, Zendrop, Syncee, Spocket und BigBuy direkt im Shopify App Store und bei den Anbietern geprüft und für den deutschen Markt eingeordnet. Den Gesamtüberblick über das Geschäftsmodell findest du in unserem Leitfaden zu Shopify-Dropshipping in Deutschland.

Was eine Dropshipping-App für Shopify macht

Eine Dropshipping-App verbindet deinen Shopify-Shop mit einem Lieferanten. Sie übernimmt vier Aufgaben:

  • Produktimport: Titel, Bilder, Varianten und Einkaufspreis landen per Klick als Produkt in deinem Shop.
  • Preisregeln: Die App rechnet deinen Verkaufspreis aus dem Einkaufspreis aus, z. B. Einkauf mal 2,5.
  • Bestellweitergabe: Kauft ein Kunde, siehst du die Bestellung in der App und gibst sie mit wenigen Klicks an den Lieferanten weiter. Bezahlen musst du den Lieferanten trotzdem selbst.
  • Tracking-Sync: Die Sendungsnummer des Lieferanten wird in die Shopify-Bestellung übertragen, und der Kunde bekommt eine Versandbestätigung.

Die App ist also kein Lieferant und keine Versandfirma. Sie ist das Bindeglied. Für AliExpress gab es früher Oberlo; die App wurde 2022 eingestellt. Viele alte Tutorials zeigen sie noch, sie funktionieren so nicht mehr. Wie die Bestellung nach dem Kauf Schritt für Schritt läuft, zeigt unser Artikel zum Dropshipping-Ablauf nach der ersten Bestellung.

Vergleichstabelle: Preise und Funktionen

Alle Preise stammen aus den Einträgen im Shopify App Store bzw. den Anbieterseiten (Abruf 11.10.2026). Die Apps rechnen in US-Dollar ab; der Euro-Betrag auf deiner Kreditkarte hängt vom Wechselkurs ab.

AppBezugsquelleGratis-TarifBezahlt ab (monatlich)Bewertung App StoreGut für
DSersAliExpress, 1688Ja (Import, Sammelbestellung, Tracking)19,90 $ (Advanced), 49,90 $ (Pro)5,0 (über 6.300 Bewertungen)AliExpress-Einstieg
CJdropshippingEigenes Sortiment, Lager u. a. in China und FrankfurtJa, App kostenlos; du zahlst Ware und VersandOptionale Mitgliedschaften ab 15,99 $4,9 (rund 2.900 Bewertungen)Branding, Sourcing-Anfragen, Lager
AutoDSViele Lieferanten (über 1.000 laut Anbieter)Nein, 3 Tage Test26,90 $ (200 Produkte), 39,90 $ (500), 66,90 $ (1.000)4,6 (rund 1.300 Bewertungen)Preis- und Bestandsüberwachung vieler Lieferanten
ZendropChina und USANur Katalog, keine verknüpften Produkte29 $ (bis 20 Produkte), 49 $ (bis 100), 79 $ (ab 101)4,5 (rund 1.270 Bewertungen)US-Markt, Branding
SynceeLieferanten u. a. in Deutschland und weiteren EU-LändernJa, bis 25 Produkte39,99 $ (100 Produkte), 59,99 $ (250), 99,99 $ (10.000)4,1 (rund 550 Bewertungen)EU-Lieferanten mit Kontaktmöglichkeit
SpocketUS- und EU-Lieferanten, dazu AliExpressJa, aber ohne Import-Funktionen39,99 $ (Starter), 59,99 $ (Pro), 99,99 $ (Empire)3,5 (rund 620 Bewertungen)EU-Sortiment, kritische Bewertungen beachten
BigBuySpanischer Großhändler mit Lager in EuropaNeinEcommerce Pack ca. 89 € (Sekundärquelle, ohne Gewähr)–Markenware, EU-Versand

Die Zahlen in Tarifnamen wie „Import 200“ oder „Starter 500“ meinen bei AutoDS die Zahl der Produkte, die du importieren und verwalten kannst, nicht die Zahl der Bestellungen pro Monat. Ähnlich zählen Syncee und Zendrop Produkte.

Die Apps im Detail

DSers: der Standard für AliExpress

DSers bezeichnet sich als offizieller Dropshipping-Partner von AliExpress und ist eine der gängigsten Lösungen, um AliExpress-Produkte in Shopify zu verkaufen. Der Gratis-Tarif deckt Produktimport mit Preisregeln, Sammelbestellungen bei AliExpress und die Tracking-Übertragung ab. Bezahlt wird die Ware bei AliExpress mit deinem eigenen Zahlungsmittel. Der Advanced-Tarif (19,90 $) ergänzt automatische Preisanpassungen bei Kostenänderungen und eine eigene Tracking-Seite. Pro (49,90 $) bringt Mehrlieferanten-Verwaltung und die Lieferantenzuordnung per KI.

Schwäche: Du hängst an AliExpress mit allen Folgen für Lieferzeit, Zoll und Retouren. Für den deutschen Markt solltest du gezielt nach Händlern mit Lager in Europa filtern.

CJdropshipping: Lieferant und App in einem

CJ ist selbst Lieferant und Fulfillment-Dienstleister. Die App ist kostenlos; du zahlst Produkt und Versand pro Bestellung. Die optionalen Mitgliedschaften (Plus, Prime, Advanced zwischen 15,99 $ und 59,99 $ monatlich laut CJ-Website) bringen u. a. mehr Sourcing-Anfragen. Interessant für den deutschen Markt: CJ nennt Frankfurt als Lagerstandort. Ob dein Produkt dort liegt, musst du pro Variante prüfen. Dazu kommen Branding-Optionen wie eigene Verpackung, Beileger und Private Label.

Wenn du ein Produkt bei CJ nicht findest, kannst du eine Sourcing-Anfrage stellen. Der Gratis-Tarif erlaubt laut CJ fünf Anfragen pro Tag.

AutoDS: Automatisierung für viele Lieferanten

AutoDS bündelt viele Bezugsquellen und überwacht Preise und Bestände. Das lohnt sich, wenn du viele Produkte von verschiedenen Lieferanten führst. Der Einstiegstarif „Import 200“ (26,90 $) enthält laut App Store noch keinen Preis- und Bestandsmonitor; der ist erst ab „Starter 500“ (39,90 $) dabei. Für einige Bestellwege musst du in AutoDS vorab Guthaben aufladen, aus dem die Lieferantenbestellungen bezahlt werden. Das überrascht viele Einsteiger.

Zendrop: stark in den USA

Zendrop bietet Branding, Private Label und eigene Verpackung. Laut App-Store-Eintrag liegen die Bezugsquellen in China und den USA; eine EU-Lagerung wird dort nicht genannt. Der Gratis-Tarif erlaubt keine verknüpften Produkte, du zahlst also faktisch ab 29 $ im Monat. Für einen Shop mit Kunden in Deutschland ist Zendrop deshalb selten die erste Wahl.

Syncee und Spocket: EU-Lieferanten

Beide Plattformen vermitteln Lieferanten mit Lager in der EU und den USA. Syncee listet Lieferanten aus Deutschland, Österreich und vielen weiteren EU-Ländern, ab dem Basic-Tarif mit direktem Lieferantenkontakt. Spocket hat ein großes EU- und US-Sortiment, aber im App Store die schwächste Bewertung im Vergleich (3,5 Sterne, 14 % Ein-Stern-Bewertungen mit Kritik an unerwarteten Abbuchungen und Support). Die Einkaufspreise sind auf beiden Plattformen höher als bei AliExpress, dafür entfallen Zoll und lange Lieferzeiten.

BigBuy: Großhändler mit Dropshipping-Paket

BigBuy ist ein spanischer Großhändler mit einem großen Katalog inklusive Markenware. Die Shopify-Anbindung läuft über kostenpflichtige Pakete. Eine Sekundärquelle nennt für das Ecommerce Pack ca. 89 € im Monat plus Einrichtungsgebühr; prüf den aktuellen Preis direkt bei BigBuy.

Wenn du T-Shirts, Tassen oder Poster mit eigenem Design verkaufen willst, sind diese Apps die falsche Wahl. Dafür gibt es eigene Anbieter, die wir in Print on Demand mit Shopify: Printful vs. Printify vs. Gelato vergleichen.

Welche App für wen?

Deine SituationPassende App
Du willst ohne Fixkosten testen und nutzt AliExpressDSers (Free)
Du willst schnellere Lieferung nach Deutschland, aber trotzdem günstige EinkaufspreiseCJdropshipping mit Versand aus dem EU-Lager
Kunden in Deutschland erwarten wenige Tage LieferzeitSyncee oder BigBuy, alternativ ein deutscher Großhändler
Du führst Hunderte Produkte von vielen LieferantenAutoDS (ab Starter 500)
Du verkaufst überwiegend in die USAZendrop oder Spocket
Du willst eigenes Branding und BeilegerCJdropshipping oder Zendrop

Brauchst du AutoDS, wenn CJ schon direkt verbunden ist? Nein. Eine zweite App für denselben Lieferanten bringt nur doppelte Kosten und das Risiko, dass Bestellungen doppelt ausgelöst werden. Mehrere Apps parallel sind nur sinnvoll, wenn jede eine andere Produktgruppe bedient.

Was dich die App wirklich kostet

Die App-Gebühr ist meist der kleinste Posten. Rechne so:

  • Shopify-Tarif: laufend, zusätzlich zur App. Was Shopify insgesamt kostet, steht in Was kostet Shopify wirklich?
  • App-Abo: 0 bis ca. 100 $ im Monat.
  • Ware und Versand: zahlst du pro Bestellung an den Lieferanten, bevor du dein Geld von Shopify ausgezahlt bekommst.
  • Testbestellungen für jedes neue Produkt.
  • Wechselkurs- und Kartengebühren bei USD-Abrechnung.

Die Preisregel der App (z. B. „Einkauf × 2,5“) ersetzt keine Kalkulation. Steuern, Zahlungsgebühren, Werbekosten und Retouren musst du einrechnen; wie das geht, zeigt Preise kalkulieren im Online-Shop.

Typische Probleme und Lösungen

Bestellung erscheint nicht in der App

Prüf, ob das Produkt in der App mit dem Shopify-Produkt verknüpft ist (gerade nach manuellem Bearbeiten oder Duplizieren). Nicht verknüpfte Produkte werden nicht als Dropshipping-Bestellung erkannt. Prüf außerdem, ob die Zahlung in Shopify schon erfasst ist.

Produkte veröffentlicht, aber nicht verknüpft

Das passiert oft: Produkte stehen im Shop, wurden aber nie mit dem Lieferantenartikel verbunden, etwa weil du sie von Hand angelegt, dupliziert oder vor dem Verknüpfen veröffentlicht hast. Der Kunde kann trotzdem kaufen, nur landet die Bestellung nicht beim Lieferanten. Lösung: In der App die Verknüpfungs- bzw. Mapping-Funktion öffnen und jedes Shopify-Produkt samt Varianten dem passenden Lieferantenartikel zuordnen. Bestellungen, die schon eingegangen sind, gibst du danach in der App neu frei oder bestellst sie direkt beim Lieferanten. Prüf neue Produkte deshalb immer mit einer Testbestellung, bevor du Werbung schaltest.

Shop verkauft in Länder, in die der Lieferant nicht liefert

Die App kennt deine Versandzonen nicht automatisch. Beschränke die Lieferländer in Shopify auf die, die dein Lieferant wirklich bedient. Wie das geht, steht im Artikel Versand in Shopify einrichten.

Preisregel geht nicht unter 100 %

Bei DSers bezieht sich die Multiplikator-Regel auf den Einkaufspreis. Ein Wert unter 100 % hieße Verkauf unter Einkauf. Nutze stattdessen einen Festaufschlag oder pass einzelne Preise manuell an.

Willkommensangebote und „max. 1 Stück pro Kunde“

Auf AliExpress gelten manche Preise nur für Neukunden oder für ein Stück pro Konto. Für Dropshipping taugen sie nicht: Ab der zweiten Bestellung zahlst du den normalen Preis, und bei Mehrfachbestellungen kann der Händler stornieren. Kalkuliere immer mit dem regulären Preis, den du dauerhaft bekommst.

Produkt ohne CE-Kennzeichnung oder Herstellerangaben

Die Dropshipping-Apps nehmen dir nicht ab zu prüfen, ob ein Produkt in der EU verkauft werden darf. Fehlen bei CE-pflichtiger Ware Kennzeichnung und Konformitätserklärung oder die Herstellerangaben nach GPSR, verkaufst du es besser nicht. Welche Produktgruppen besonders heikel sind, steht in Verbotene und regulierte Produkte im Shopify-Shop.

Lieferant bestätigt Bestellung nicht oder storniert

Besonders bei AliExpress kommt es vor, dass Händler Bestellungen stornieren, etwa wenn ein Artikel ausverkauft ist. Hinterlege in der App einen Ersatzlieferanten und informiere den Kunden sofort, statt auf Zeit zu spielen.

Häufige Fragen

Muss ich die App und Shopify gleichzeitig bezahlen?

Ja. Shopify berechnet deinen Shop-Tarif, die Dropshipping-App ihr eigenes Abo. Einige Apps rechnen über die Shopify-Rechnung ab, andere teilweise direkt. Dazu kommen die Kosten für Ware und Versand pro Bestellung. Wenn du mit einem kostenlosen App-Tarif startest, etwa bei DSers oder CJdropshipping, fällt nur der Shopify-Tarif als Fixkosten an.

Wird mein Konto belastet, bevor der Kunde bezahlt hat?

Nein, du gibst die Lieferantenbestellung erst nach dem Kauf des Kunden auf. Allerdings bezahlst du den Lieferanten sofort, während Shopify dir das Geld des Kunden erst mit einigen Werktagen Verzögerung auszahlt. Für die ersten Bestellungen brauchst du daher eigenes Geld oder eine Kreditkarte mit ausreichend Rahmen. Bei AutoDS kann zusätzlich Guthaben nötig sein.

Kann ich Zendrop in der EU nutzen?

Ja, die App funktioniert auch in europäischen Shops und ist auf Deutsch verfügbar. Laut App-Store-Eintrag liegen die Bezugsquellen aber in China und den USA. Für Kunden in Deutschland bedeutet das lange Lieferzeiten und Einfuhrabgaben. Für den deutschen Markt sind Anbieter mit EU-Lager in der Regel die bessere Wahl.

Kann ich Zendrop und CJ gleichzeitig nutzen?

Technisch ja, solange jedes Produkt nur mit einer App verknüpft ist. Die Zahlungsarten in deinem Shop sind davon nicht betroffen, weil die Apps nur die Lieferantenseite steuern. Bestellt ein Kunde Artikel von beiden Lieferanten, bekommt er zwei Pakete. Sinnvoll ist das nur bei klar getrennten Sortimenten.

Was ist der Unterschied zwischen CJdropshipping und AliExpress?

AliExpress ist ein Marktplatz mit vielen einzelnen Händlern, CJ ist ein Lieferant mit eigenem Lager, eigenem Einkauf und eigenem Versand. Bei CJ hast du einen Ansprechpartner, Sourcing-Anfragen und Branding-Optionen. Bei AliExpress musst du jeden Händler einzeln bewerten. Die Preise sind oft ähnlich, die Abläufe bei CJ meist planbarer.

Gibt es eine kostenlose Alternative zu AutoDS?

Ja, wenn du nicht viele Lieferanten gleichzeitig überwachen musst. DSers ist im Gratis-Tarif für AliExpress nutzbar, inklusive Import, Sammelbestellung und Tracking. Die CJdropshipping-App ist ebenfalls kostenlos, du zahlst nur Ware und Versand. Syncee hat einen Gratis-Tarif bis 25 Produkte. Was dir in den Gratis-Tarifen meist fehlt, ist die automatische Preis- und Bestandsüberwachung. Die musst du dann selbst im Blick behalten.

Gibt es Oberlo noch?

Nein, Oberlo wurde 2022 eingestellt. Wer heute AliExpress-Produkte mit Shopify verbinden will, nutzt in der Regel DSers. Viele ältere Videos zeigen noch Oberlo; die dort gezeigten Schritte funktionieren so nicht mehr. Achte bei Anleitungen deshalb auf das Datum und darauf, ob die gezeigte App noch im Shopify App Store gelistet ist.

Stand: Oktober 2026. Preise und Bewertungen laut Shopify App Store bzw. Anbieterseiten am 11.10.2026; alle Angaben ohne Gewähr.

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