Produkte in Shopify anlegen, importieren & sichtbar machen
Kurz gesagt: Ein einzelnes Produkt legst du in Shopify unter „Produkte“ mit „Produkt hinzufügen“ an: Titel, Beschreibung, Bilder, Preis, Bestand, Gewicht, Status „Aktiv“ und Vertriebskanal „Onlineshop“. Viele Produkte auf einmal bringst du per CSV-Import (max. 15 MB pro Datei, UTF-8) oder mit der Massenbearbeitung in den Shop. Die Zahl der Produkte ist in keinem Tarif begrenzt. Wird ein Produkt nicht angezeigt, liegt es fast immer am Status, am Vertriebskanal oder daran, dass es in keiner Kollektion auf der Startseite steckt.
Du hast deinen Shop eingerichtet und willst jetzt Shopify Produkte anlegen, aber das Video hat genau diesen Teil übersprungen? Oder du hast 300 Artikel und keine Lust, jeden einzeln abzutippen? Dieser Artikel zeigt dir den manuellen Weg, den CSV-Import, die Massenbearbeitung und die Lösung, wenn ein Produkt trotz „Aktiv“ nicht im Shop auftaucht. Dazu kommt der Sonderfall Katalog ohne Preise. Er gehört zu unserem Überblick Shopify Produkte: Finden, anlegen, verkaufen.
Ein Produkt anlegen: Schritt für Schritt
Der manuelle Weg ist für die ersten Produkte der richtige, weil du dabei jedes Feld einmal bewusst ausfüllst. So geht es laut Shopify Help Center:
- Öffne im Shopify-Adminbereich Produkte und klicke auf Produkt hinzufügen.
- Trag Titel und Beschreibung ein, etwa „Leinen-Kissenbezug 50 × 50 cm, Salbeigrün“ statt „Kissen 3“.
- Lade unter Medien deine Bilder hoch. Du kannst sie jederzeit ergänzen, etwa ein Bild mit Maßangaben, indem du das Produkt wieder öffnest und weitere Dateien in den Medienbereich ziehst.
- Gib Preis, Lagerbestand und Gewicht ein. Hat dein Produkt Größen oder Farben, legst du Varianten an. Wie das sauber geht, steht in Shopify Varianten anlegen.
- Setz rechts den Status auf Aktiv und prüf im Abschnitt Veröffentlichung, ob der Onlineshop ausgewählt ist.
- Klicke auf Speichern.
In der Shopify-App am Handy funktioniert das genauso: Produkte-Symbol, dann „+“ und „Produkt hinzufügen“. Was am Handy gut geht und was nicht, zeigt Shopify-App am Handy.
Welche Felder du wirklich brauchst
Technisch Pflicht ist nur der Titel. Für einen Shop in Deutschland solltest du aber diese Felder pflegen:
| Feld | Wofür | Tipp |
|---|---|---|
| Titel und Beschreibung | Kunden, Google, Pflichtangabe „wesentliche Eigenschaften“ | Material, Maße, Lieferumfang in die Beschreibung |
| Medien | Bilder und Videos | Einheitliches Format, z. B. alle quadratisch |
| Preis und Vergleichspreis | Verkaufspreis, ggf. Streichpreis | Streichpreise nur mit echtem Vorpreis |
| Kosten pro Artikel | Einkaufspreis, nur intern sichtbar | Damit zeigt Shopify dir die Marge |
| SKU | Deine eigene Artikelnummer | Ein Code nach deinem System, keine Stückzahl |
| Barcode (EAN/GTIN) | Google Shopping, Marktplätze | Nur echte, dem Produkt zugeteilte Nummern |
| Bestand | Mengenverfolgung | Bei Dropshipping und Print on Demand oft aus |
| Gewicht | Versandkosten nach Gewicht | Mit Verpackung eintragen |
| Kategorie, Typ, Anbieter, Tags | Kollektionen, Filter, Google | Typ einheitlich benennen |
| Suchmaschinen-Eintrag | Seitentitel, Meta-Beschreibung, URL-Handle | Handle kurz und sprechend |
Was ist die SKU?
Die SKU (Stock Keeping Unit) ist deine eigene Artikelnummer, etwa „KISS-LEI-50-GRN“, nicht die Menge auf Lager. Shopify selbst verlangt keine SKU. Die Fehlermeldung „SKU can't be blank“ kommt meist dann, wenn eine App, ein Fulfillment-Dienst oder eine Pflichtfeld-Einstellung eine SKU erwartet. Laut Help Center steckt auch hinter der Meldung „Update the invalid values“ in der Massenbearbeitung oft eine fehlende SKU. Vergib dann für jede Variante eine eindeutige Nummer.
Warum steht bei „Anbieter“ mein Firmenname?
Das Feld Anbieter (Vendor) ist für die Marke oder den Hersteller gedacht und wird bei neuen Produkten mit deinem Shopnamen vorbelegt. Bei fremden Marken trägst du dort die Marke ein, denn Google Shopping und Filter lesen dieses Feld. Der Produktname gehört in den Titel.
Viele Produkte: duplizieren, Massenbearbeitung, CSV
„Muss ich das für jedes Produkt neu machen?“ Nein. Je nach Menge gibt es drei Abkürzungen:
- Duplizieren (bis ca. 20 ähnliche Produkte): Leg ein Produkt perfekt an und klicke auf Duplizieren. Shopify übernimmt Varianten, Typ, Tags und Einstellungen, du änderst nur Titel, Bilder und Preis. Beim Duplizieren wählst du, ob die Kopie als Entwurf, aktiv oder nicht gelistet angelegt wird.
- Massenbearbeitung (viele Produkte ändern): Produkte in der Liste anhaken und auf Massenbearbeitung klicken. Du bekommst eine Tabelle, ähnlich wie in Excel, in der du Preise, SKUs, Vergleichspreise und weitere Spalten direkt änderst. Über „Spalten“ blendest du zusätzliche Felder ein. Für Status, Tags oder Kollektionen gibt es Sammelaktionen über der Liste, sobald du Produkte markiert hast.
- CSV-Import (viele Produkte anlegen): Ab ein paar Dutzend Produkten der schnellste Weg. Du füllst eine Tabelle und lädst sie hoch.
Für sehr große Mengen empfiehlt Shopify laut Help Center zur Massenbearbeitung ohnehin den CSV-Weg. Produkte aus Dropshipping- oder Print-on-Demand-Apps legt die App selbst an.
Wie viele Produkte darf ich hochladen?
So viele du willst: Laut Shopify-Preisseite sind unbegrenzt viele Produkte in allen Tarifen enthalten. 300 Bücher, E-Books und Hörbücher im Basic-Tarif sind also kein Problem. Grenzen gibt es pro Produkt: bis zu 3 Optionen, bis zu 2.048 Varianten, bis zu 250 Bilder und 250 Tags. Für das Anlegen von Varianten über Schnittstellen nennt Shopify ein Tageslimit: Ab 500.000 Varianten im Shop können pro Tag nur noch 10.000 neue über die API erstellt werden, Shopify Plus ist ausgenommen (Shopify-Entwicklerdoku, Stand Oktober 2026). Stößt du schon bei wenigen Tausend Produkten an eine Grenze, prüf zuerst die Limits der Import-App, die du verwendest.
CSV-Import Schritt für Schritt
Eine CSV-Datei ist eine Tabelle als Textdatei: jede Zeile ein Produkt oder eine Variante, jede Spalte ein Feld. So gehst du vor:
- Vorlage holen: Leg ein Produkt mit allen Feldern und Varianten von Hand an und exportiere es über Exportieren. Diese Datei ist deine Vorlage, mit exakt den Spaltennamen, die Shopify erwartet. Alternativ bietet Shopify eine Muster-CSV im Help Center an.
- Tabelle füllen: Pflicht ist für neue Produkte nur die Spalte Titel. Varianten eines Produkts stehen in eigenen Zeilen mit demselben Handle. Bilder gibst du als öffentlich erreichbare Bild-URL an, Shopify lädt sie beim Import herunter.
- Richtig speichern: Die Datei muss in UTF-8 gespeichert sein, sonst werden Umlaute zu Zeichensalat. Google Tabellen exportiert CSV automatisch in UTF-8. In Excel wählst du beim Speichern „CSV UTF-8 (durch Trennzeichen getrennt)“. Spaltennamen nicht übersetzen und nicht kleinschreiben.
- Testen: Importiere zuerst eine Datei mit zwei, drei Produkten.
- Importieren: Produkte > Importieren > Datei hinzufügen. Willst du bestehende Produkte aktualisieren, wähle „Produkte mit übereinstimmenden Handles überschreiben“. Dann auf „Hochladen und fortfahren“ und „Produkte importieren“.
Laut Help Center zum Import darf eine Datei höchstens 15 MB groß sein. Größere Kataloge teilst du auf mehrere Dateien auf. Ein laufender Import lässt sich nicht abbrechen, also exportiere vorher eine Sicherung deiner Produkte.
Die häufigsten CSV-Fehler
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Umlaute kaputt (ä statt ä) | Datei nicht als UTF-8 gespeichert | Als „CSV UTF-8“ neu speichern |
| „Unexpected token < in JSON“ | Spaltennamen weichen von der Vorlage ab | Kopfzeile aus dem Export übernehmen |
| „Illegal quoting“ | Typografische Anführungszeichen im Text | Gerade Anführungszeichen, als UTF-8 speichern |
| Varianten verschwinden | Options-Spalten fehlen beim Überschreiben | Options-Spalten immer mitliefern |
Wichtig beim Überschreiben: Leere Zellen in Spalten, die in der Datei vorhanden sind, überschreiben bestehende Werte mit „leer“. Spalten, die du ganz weglässt, bleiben unverändert. Löschen kannst du Produkte per CSV nicht, nur in der Produktliste.
Produkte von Etsy, WooCommerce & Co. übernehmen
Du hast schon 200 Produkte bei Etsy oder in einem anderen Shopsystem und willst nicht alles neu anlegen? Dafür gibt es zwei Wege:
- Migrations-App: Shopify verweist im Help Center zum Shop-Umzug auf die App „Store Migration“ und eigene Anleitungen, unter anderem für Etsy, WooCommerce, Wix, Squarespace, Amazon und eBay.
- Export und CSV: Du exportierst die Produkte aus dem alten System und baust die Datei auf die Spalten der Shopify-Vorlage um.
Prüf nach jedem Umzug Preise, Gewichte, Bestände und Varianten Stichprobe für Stichprobe. Shopify weist selbst darauf hin, dass versteckte Produkte zwar importiert, aber erst nach Freigabe im Vertriebskanal sichtbar werden, und dass Produkte mit fehlenden Varianten-Optionen nicht importiert werden. Wechselst du von einem bestehenden Shop, richte für die alten URLs Weiterleitungen ein, damit du dein Google-Ranking nicht verlierst. Wie das geht, erklärt Shopify-SEO 2026.
Produkt wird nicht angezeigt: die Ursachen
„Das Produkt ist aktiv, aber im Shop sehe ich es nicht“ ist eine der häufigsten Fragen zum Thema. Geh diese Liste der Reihe nach durch:
| Ursache | Woran du es erkennst | Lösung |
|---|---|---|
| Status „Entwurf“ | Grauer Status in der Produktliste | Auf „Aktiv“ setzen |
| Status „Nicht gelistet“ | Nur über den direkten Link erreichbar | Auf „Aktiv“ setzen, wenn es überall erscheinen soll |
| Onlineshop nicht ausgewählt | Abschnitt „Veröffentlichung“ ohne Onlineshop | Über „Anpassen“ den Onlineshop auswählen, speichern |
| In keiner Kollektion | Produktseite geht, aber es taucht auf keiner Übersichtsseite auf | Kollektion zuweisen oder automatische Bedingungen prüfen |
| Startseite zeigt nur eine Kollektion | Nur ein Produkt oder nur einige sichtbar | Im Theme-Editor beim Abschnitt mit der vorgestellten Kollektion die richtige Kollektion und die Anzahl Produkte einstellen |
| Shop noch passwortgeschützt | Besucher sehen die Passwortseite | Shop live schalten |
| Ausverkauft und ausgeblendet | Bestand 0 bei aktiver Mengenverfolgung | Bestand eintragen oder Mengenverfolgung aus |
| Nicht im Markt verfügbar | Im eigenen Land sichtbar, im Ausland nicht | Verfügbarkeit des Produkts im jeweiligen Markt prüfen |
Der Klassiker ist Zeile fünf: Die Startseite zeigt nur eine Kollektion mit einem einzigen Produkt. Die anderen Produkte sind im Shop, nur nicht dort, wo du hinschaust. Such im Shop nach dem Produktnamen oder ruf die Kollektion „Alle“ auf (/collections/all), dann siehst du, ob es ein Anzeigeproblem ist. Wie du Kollektionen und Menü so aufbaust, dass neue Produkte automatisch an der richtigen Stelle landen, steht in Shopify Kollektionen und Menü. Ob dein Shop schon öffentlich ist, prüfst du mit der Checkliste Shopify-Shop live schalten.
Verkaufst du in mehrere Länder, kann ein Produkt in einem Markt ausgeschlossen sein. Das betrifft nur Shops mit mehreren Märkten, siehe Shopify Markets einrichten.
Katalog ohne Preise: Anfrage statt Kauf
Bei Maßanfertigungen oder Großhandel sollen Kunden oft anfragen statt kaufen. Einen Schalter „Shop ohne Kaufen“ hat Shopify nicht, aber es gibt drei Wege:
- Theme anpassen: In aktuellen Themes bestehen Produktseiten aus Blöcken. Im Theme-Editor kannst du in einer eigenen Produktvorlage den Preis- und den Kaufen-Block entfernen und stattdessen einen Button zum Kontaktformular oder ein Formular einbauen. Diese Vorlage weist du nur den Anfrage-Produkten zu. Prüf auch Kollektionsseiten und Suche.
- Anfrage-App: Im Shopify App Store findest du unter „Request a quote“ oder „Hide price“ Apps, die Preise ausblenden, einen Anfragewarenkorb anbieten und Angebote verwalten.
- B2B-Funktionen: Richtest du dich an Geschäftskunden, können Preise und Kaufmöglichkeit nur für eingeloggte Firmenkunden sichtbar sein. In Basic, Grow und Advanced sind dafür laut Help Center bis zu drei aktive B2B-Kataloge möglich.
Ehrliche Einordnung: Wenn du gar nichts online verkaufen willst, zahlst du bei Shopify einen Shop-Tarif für eine Katalog-Website. Das lohnt sich, wenn du den Onlineverkauf später ohnehin einschalten willst. Für einen reinen Katalog auf Dauer reicht oft ein Website-Baukasten. Rechtlich gilt: Impressum und Datenschutzerklärung brauchst du in jedem Fall. Sobald du Verbrauchern Preise nennst, gelten die Regeln der Preisangabenverordnung, also Gesamtpreis inklusive Umsatzsteuer. Details klärst du mit deinem Rechtstexte-Anbieter.
Häufige Fragen
Kann ich nachträglich Bilder zu einem Produkt hinzufügen?
Ja. Öffne unter „Produkte“ das Produkt und zieh die neuen Dateien in den Bereich „Medien“ oder klicke dort auf Hochladen. Die Reihenfolge änderst du per Drag-and-drop, das erste Bild ist das Titelbild. Speichern nicht vergessen, sonst sind die Änderungen weg.
Wie lösche ich ein Produkt in Shopify?
Öffne das Produkt und klicke ganz unten auf „Produkt löschen“, oder markiere mehrere Produkte in der Liste und lösche sie gemeinsam. Gelöschte Produkte verschwinden sofort aus dem Shop und lassen sich nicht wiederherstellen. Willst du ein Produkt nur vorübergehend entfernen, archiviere es lieber. Hatte die Seite Besucher, leite die alte URL auf ein ähnliches Produkt um.
Kann ich Produkte zuerst als Entwurf anlegen?
Ja, das ist sogar sinnvoll. Mit dem Status „Entwurf“ ist das Produkt im Admin fertig bearbeitbar, aber für Kunden unsichtbar. Erst wenn Bilder, Texte, Preise und Pflichtangaben stimmen, stellst du auf „Aktiv“. Beim CSV-Import legst du den Status über die Statusspalte fest. So vermeidest du halbfertige Produkte im Live-Shop.
Warum sehe ich meine Produkte nicht auf der Startseite?
Weil die Startseite nicht automatisch alle Produkte zeigt, sondern nur die Abschnitte, die du im Theme-Editor angelegt hast. Meist ist das ein Abschnitt mit einer vorgestellten Kollektion, der auf eine bestimmte Kollektion und eine feste Anzahl Produkte eingestellt ist. Wähl dort die passende Kollektion und erhöhe die Anzahl, oder verlinke im Menü auf deine Kollektionsseiten.
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Stand: Oktober 2026. Bezeichnungen und Grenzen im Shopify-Admin ändern sich regelmäßig; maßgeblich ist das Shopify Help Center. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung.
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