Shopify kündigen, pausieren, Tarif wechseln: Konto & Abo erklärt

Kurz gesagt: Du kündigst Shopify, indem du als Shop-Inhaber im Admin unter „Einstellungen > Plan“ auf „Plan kündigen“ klickst und den Shop deaktivierst. Das Abo endet zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums, Geld für angebrochene Monate gibt es nicht zurück. Willst du nur eine Pause einlegen, wechselst du stattdessen in den günstigeren Tarif „Pause and Build“. Zum Bezahlen brauchst du in Deutschland keine Kreditkarte: Shopify nimmt auch PayPal und SEPA-Lastschrift.

Shopify kündigen, pausieren, den Tarif wechseln oder einen zweiten Shop anlegen: Rund ums Shopify-Konto gibt es viele Fragen, und die Einstellungen sind nicht immer leicht zu finden. Hier erfährst du, wie die Abrechnung funktioniert, was beim Kündigen mit Daten, Domain und Apps passiert und wie du mehrere Shops sauber verwaltest. Den Gesamtüberblick über Kosten, Setup und Launch findest du im Hub Shopify-Shop starten.

Shopify bezahlen: Geht es ohne Kreditkarte?

Ja. Das fragen deutsche Einsteiger besonders oft, und die Antwort ist besser als ihr Ruf. Für die Testphase brauchst du laut Shopify-Preisseite gar keine Zahlungsmethode. Erst wenn du einen bezahlten Tarif wählst, musst du eine hinterlegen. Laut Shopify Help Center akzeptiert Shopify für die Rechnung:

ZahlungsmethodeIn Deutschland nutzbar?Hinweis
Kreditkarte (Visa, Mastercard, Amex)JaDer Standardweg
Debitkarte mit Visa-, Mastercard- oder Amex-LogoJaNur „co-branded“ Debitkarten, also mit Logo einer Kartenmarke
PayPalJaIm PayPal-Konto kann dein Girokonto als Quelle hinterlegt sein
SEPA-LastschriftJaFür Shops in Deutschland, Dänemark, Finnland, den Niederlanden und der Schweiz, nicht für Plus
Revolut PayTeilweiseNur für berechtigte Händler in unterstützten europäischen Ländern

Eine reine Girocard (die klassische Sparkassen- oder Bankkarte ohne Visa- oder Mastercard-Funktion) steht nicht auf der Liste. Wer nur so eine Karte hat, nimmt PayPal oder die SEPA-Lastschrift. Prepaid-Kreditkarten nennt Shopify nicht ausdrücklich. Ob sie funktionieren, ist deshalb unsicher, und bei leerem Guthaben scheitern die monatlichen Abbuchungen. Eine Schufa-Prüfung für die Shopify-Rechnung ist uns nicht bekannt; die Frage stellt sich eher bei der Bank, die dir die Karte ausgibt.

Die offizielle Adresse ist übrigens shopify.com/de. Länderseiten wie shopify.ca gehören ebenfalls zu Shopify, du brauchst sie aber nicht. Dein Konto funktioniert weltweit gleich, entscheidend ist das Land, das du im Shop als Unternehmensstandort angibst.

Tarif wechseln: Upgrade, Downgrade, Jahreszahlung

Den Tarif verwaltest du im Admin unter Einstellungen > Plan. Dort wählst du einen anderen Tarif aus und bestätigst den Wechsel. Wie Shopify den laufenden Zeitraum verrechnet, siehst du vor dem Bestätigen; Shopify erstattet laut seinen Nutzungsbedingungen grundsätzlich keine bereits gezahlten Gebühren.

  • Basic, Grow, Advanced: monatlich oder jährlich zahlbar. Die Jahreszahlung ist pro Monat günstiger, wird aber für das ganze Jahr im Voraus fällig. Was die Tarife aktuell kosten, steht in Shopify Kosten 2026.
  • Starter: Den Tarif kann laut Shopify nur behalten, wer ihn schon nutzt. Wechselst du heraus, kommst du nicht mehr zurück.
  • Plus: Hier gelten individuelle Verträge, oft mit fester Laufzeit. Wann du kündigen kannst, steht in deinem Plus-Vertrag; die Kündigung läuft über den Plus-Support.

Shop pausieren mit „Pause and Build“

Du willst eine Saisonpause machen oder den Shop in Ruhe umbauen? Dann kündige nicht, sondern pausiere. Laut Shopify Help Center zahlst du im Tarif „Pause and Build“ eine reduzierte Abogebühr. Den genauen Betrag zeigt dir Shopify beim Wechsel an.

Was in der Pause geht und was nicht

Geht weiterGeht nicht mehr
Admin-Zugang, Produkte bearbeitenCheckout in allen Kanälen, auch POS
Grundlegende BerichteRabatte, Gutscheine, abgebrochene Checkouts
Kunden sehen den Shop (ohne kaufen zu können)Produkte über Google, Facebook & Co. veröffentlichen

So pausierst du

  1. Als Shop-Inhaber einloggen, Einstellungen > Plan öffnen.
  2. Auf Plan kündigen klicken und das Passwort eingeben.
  3. Erneut Plan kündigen wählen, dann Pause and build auswählen und den Wechsel bestätigen.

Voraussetzungen: Die Testphase ist vorbei, du hast einen bezahlten Tarif, und du bist nicht auf Plus. Der Wechsel greift erst zum Ende des aktuellen Abrechnungszeitraums. Bis dahin können Kunden normal bestellen. Wer das verhindern will, schaltet den Shop vorher auf privat (Passwortseite).

Shopify kündigen: Schritt für Schritt

Kündigen heißt bei Shopify: Du deaktivierst den Shop. Laut Shopify kannst du jederzeit kündigen, das Abo endet zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums. Das darf nur der Shop-Inhaber, und der Support kann es nicht für dich erledigen. Bei Plus läuft die Kündigung über den Plus-Support.

  1. Im Admin Einstellungen > Plan öffnen.
  2. Auf Plan kündigen klicken (in der Testphase steht dort stattdessen die Option, die Testphase zu kündigen).
  3. Shopify bietet dir Downgrade oder Pause an. Willst du wirklich schließen, überspringst du das.
  4. Domains und offene Gebühren prüfen, dann die Kündigung inklusive Deinstallation aller Apps bestätigen.
  5. Einen Grund angeben, optional die Zahlungsdaten für ein schnelleres Wiedereröffnen speichern, Passwort eingeben, fertig.

Mit der Deaktivierung werden alle Apps automatisch deinstalliert, und offene Gebühren (App-Nutzung, Transaktionsgebühren, Versandetiketten) werden sofort abgerechnet. Du bekommst also eine letzte Rechnung, wenn noch etwas offen ist. „Einfach ohne letzte Rechnung verschwinden“ funktioniert nicht: Offene Beträge bleiben geschuldet. Ausstehende Zahlungen aus Shopify Payments werden laut Shopify weiter abgewickelt, du hast dann aber keinen Admin-Zugriff mehr, um Probleme zu klären. Wie die Auszahlung funktioniert, erklärt Shopify-Auszahlung: Wann kommt dein Geld.

Kündigen in der Testphase

Hast du in der Testphase keinen bezahlten Tarif ausgewählt, musst du nichts tun: Der Shop läuft einfach aus. Hast du dagegen schon einen Tarif gewählt, wird er nach der Testphase berechnet, bis du aktiv kündigst. Auch für Zeiträume im Einstiegsangebot gibt es kein Geld zurück.

Shop wieder öffnen

Laut Shopify bleiben deine Shop-Daten 2 Jahre gespeichert. In dieser Zeit kannst du dich als Inhaber einloggen, über die Option zum Wiedereröffnen einen Tarif buchen und die Zahlungsdaten eingeben. Danach sind die Daten gelöscht und der Shop lässt sich nicht mehr reaktivieren.

Vor dem Kündigen: Daten, Domain, Apps sichern

Die meisten Ärgernisse nach einer Kündigung entstehen durch drei Dinge, an die niemand denkt.

  • Daten exportieren: Lade Produkte, Kunden und Bestellungen als CSV herunter. Bestellungen und Rechnungen musst du in Deutschland ohnehin lange aufbewahren, also nicht nur im Shopify-Admin lassen. Mehr dazu in Rechnungen & Buchhaltung im Shopify-Shop.
  • Theme sichern: Ein gekauftes Theme ist an den Shop lizenziert, in dem du es gekauft hast. Lade eine Kopie herunter. Willst du die Lizenz auf einen anderen Shop übertragen, frag beim Shopify-Support bzw. beim Theme-Anbieter nach, bevor du kündigst.
  • Domain klären: Bei Shopify gekaufte Domains werden mit der Kündigung nicht automatisch gekündigt und können sich weiter verlängern. Schalte die automatische Verlängerung ab oder übertrage die Domain zu einem anderen Anbieter. Eine extern gekaufte Domain, etwa bei IONOS oder Strato, trennst du beim Anbieter. Wie die Verbindung technisch aussieht, steht in Shopify Domain verbinden.
  • Externe Abos: Apps, die du direkt beim Anbieter bezahlst (z. B. Rechtstexte-Service oder E-Mail-Tool), laufen unabhängig von Shopify weiter. Die kündigst du dort.

Mehrere Shops mit einem Konto

Laut Shopify-Nutzungsbedingungen hat jeder Shop genau einen Inhaber, ein Inhaber darf aber mehrere Shops haben. Du brauchst also nicht für jeden Shop eine neue E-Mail-Adresse. Wichtig ist: Jeder Shop hat sein eigenes Abo und kostet einzeln. Zwei Shops im Basic-Tarif heißen zweimal Basic.

Mehrere Shops kannst du in einer Organisation bündeln. Dann wechselst du über die Shop-Auswahl im Admin zwischen ihnen. Unter Einstellungen > Allgemein kannst du einen Shop einer Organisation zuordnen oder an einen neuen Inhaber übertragen.

Zweiter Shop oder einfach Kollektionen?

Wenn deine Produkte „nichts miteinander zu tun haben“, ist ein zweiter Shop oft nicht nötig. Überlege nüchtern:

SituationEmpfehlung
Zwei Zielgruppen, zwei Marken, getrennte WerbungZwei Shops (doppelte Kosten, doppelte Rechtstexte und Pflege)
Verschiedene Produktgruppen, eine MarkeEin Shop mit sauberen Kollektionen und Menüs
Gleiche Produkte, mehrere Länder oder SprachenEin Shop mit Shopify Markets
Nur testen, ob eine Nische funktioniertErst im bestehenden Shop als eigene Kollektion testen

Ein Backend für mehrere getrennte Shops, wie man es aus „Multistore“-Systemen kennt, gibt es bei Shopify nur eingeschränkt: Jeder Shop hat seinen eigenen Admin, Organisationen erleichtern nur das Wechseln und Verwalten.

Gesperrt, eingefroren, Login klappt nicht

Shop „eingefroren“

Wird eine Shopify-Rechnung nicht bezahlt, etwa weil die Karte abgelaufen ist, friert Shopify den Shop ein. Du hinterlegst dann eine funktionierende Zahlungsmethode, begleichst die offene Rechnung und reaktivierst den Shop unter Einstellungen > Plan.

Konto gesperrt

Shopify behält sich in den Nutzungsbedingungen vor, Konten auch ohne Angabe von Gründen zu sperren. Typische Auslöser sind Produkte, die gegen die Richtlinien verstoßen, unstimmige Angaben bei der Verifizierung oder auffällige Zahlungen. Schreib in diesem Fall den Support über das Hilfe-Center an und halte Gewerbeanmeldung, Ausweis und Lieferantennachweise bereit. Welche Produkte problematisch sind, klärt Verbotene & regulierte Produkte.

Login am Laptop klappt nicht

Am Handy eingeloggt, am Laptop nicht? Meist liegt es an der Zwei-Faktor-Bestätigung oder an einem anderen Login (z. B. Google-Login am Handy, E-Mail und Passwort am Laptop). Nutze am Rechner dieselbe Anmeldemethode und halte die Authenticator-App bereit. Was am Handy sonst geht und was nicht, steht in Shopify-App am Handy.

Aus Versehen mehrere Shops angelegt

Kein Drama. Unbezahlte Test-Shops laufen nach der Testphase aus, wenn du keinen Tarif auswählst. Entscheide dich für einen Shop, arbeite dort weiter und lass die anderen auslaufen. Die Fragen beim Einrichten, etwa ob du Dropshipping machen willst, dienen nur dazu, dir passende Tipps anzuzeigen. Sie legen nichts dauerhaft fest.

Häufige Fragen

Bekomme ich bei der Kündigung Geld zurück?

In der Regel nicht. Shopify schreibt in seinen Nutzungsbedingungen, dass Gebühren nicht erstattet werden, auch nicht anteilig. Das Abo läuft bis zum Ende des bezahlten Zeitraums weiter, danach wird der Shop deaktiviert. Bei einer Jahreszahlung heißt das: Kündigst du nach vier Monaten, ist der Rest des Jahres trotzdem bezahlt. Deshalb lohnt sich die Jahreszahlung erst, wenn du sicher dabeibleibst.

Was passiert mit meinen Daten, wenn ich Shopify kündige?

Shopify speichert die Daten eines deaktivierten Shops 2 Jahre lang. In dieser Zeit kannst du den Shop wieder öffnen, indem du dich als Inhaber einloggst und einen Tarif buchst. Danach werden die Daten gelöscht. Exportiere vor der Kündigung trotzdem Produkte, Kunden und Bestellungen als CSV, weil du Geschäftsunterlagen in Deutschland selbst aufbewahren musst.

Kann ich Shopify mit meiner Sparkassen-Karte bezahlen?

Nur wenn die Karte eine Visa- oder Mastercard-Funktion hat, also das Logo einer Kartenmarke trägt. Eine reine Girocard akzeptiert Shopify nicht. Für Shops in Deutschland gibt es aber zwei Alternativen ohne Kreditkarte: SEPA-Lastschrift direkt vom Girokonto und PayPal, in dem du dein Bankkonto als Zahlungsquelle hinterlegst.

Brauche ich für jeden Shop ein neues Shopify-Konto?

Nein. Ein Inhaber darf laut Shopify mehrere Shops haben, und mit einer Organisation wechselst du bequem zwischen ihnen. Jeder Shop braucht aber seinen eigenen Tarif und wird einzeln abgerechnet. Prüfe vorher, ob ein zweiter Shop wirklich nötig ist oder ob Kollektionen oder Shopify Markets dein Ziel günstiger erreichen.

Kann ich meinen Shop an jemand anderen übertragen?

Ja. Unter Einstellungen > Allgemein gibt es einen Bereich, um den Shop an einen neuen Inhaber zu übertragen, auch an jemanden außerhalb deiner Organisation. Das ist der Weg, wenn du einen Shop verkaufst oder wenn ein Dienstleister den Shop für dich gebaut hat. Achte darauf, dass am Ende du selbst als Inhaber eingetragen bist.

Werde ich beim Pausieren weiter für Apps belastet?

Ja, das ist eine häufige Kostenfalle. Im Tarif „Pause and Build“ bleiben alle Apps aktiv und rechnen weiter ab. Deinstalliere kostenpflichtige Apps, die du in der Pause nicht brauchst, einzeln. Erst bei einer echten Kündigung werden alle Apps automatisch entfernt. Apps, die du direkt beim Anbieter bezahlst, kündigst du immer dort.

Wird meine Domain mit dem Shop gekündigt?

Nein. Eine bei Shopify gekaufte Domain verlängert sich weiter, wenn du die automatische Verlängerung nicht abschaltest. Du kannst sie auch zu einem anderen Anbieter übertragen und dort weiter nutzen. Eine extern gekaufte Domain bleibt ohnehin bei deinem Anbieter. Nach der Deaktivierung wird sie vom Shop getrennt und muss bei einer Reaktivierung neu verbunden werden.

Stand: Oktober 2026. Menüpfade und Abrechnungsregeln laut Shopify Help Center und Shopify-Nutzungsbedingungen; Shopify ändert Bezeichnungen im Admin gelegentlich.

Monetais

Shop lieber bauen lassen?

Monetais, unsere Shopify-Agentur, setzt Shops für Händler im DACH-Raum um – von Theme und Produktdaten bis Rechtstexte und Launch.