Shopify Zahlungsarten einrichten: PayPal, Klarna, Apple Pay & Co.

Kurz gesagt: Für einen deutschen Shopify-Shop reichen meist drei Bausteine: Shopify Payments (Karten, Apple Pay, Google Pay, Klarna), PayPal und optional Vorkasse. Alles richtest du unter Einstellungen > Zahlungen ein. Shopify Payments als Hauptanbieter spart dir die zusätzliche Shopify-Transaktionsgebühr, auch auf PayPal-Zahlungen. Ist Shopify Payments in deinem Land nicht verfügbar, wählst du einen Drittanbieter und rechnest die Zusatzgebühr ein.

Du willst Zahlungsarten in Shopify einrichten und fragst dich, welche du wirklich brauchst, was sie kosten und warum PayPal nicht unter Shopify Payments auftaucht? Hier bekommst du die Antworten für Shops mit Sitz in Deutschland: Schritt für Schritt, mit Gebührenübersicht und der Lösung für Länder ohne Shopify Payments. Wie Zahlungen, Auszahlungen und Kalkulation zusammenhängen, zeigt dir der Überblick Zahlungen, Auszahlungen & Kalkulation in Shopify.

Welche Zahlungsarten brauchst du wirklich?

Du musst nicht jede Zahlungsart anbieten. Du brauchst die, mit denen deine Kundschaft bezahlen will. In Deutschland sind das vor allem PayPal, Kauf auf Rechnung (in Shopify meist über Klarna), Karte und mobile Wallets wie Apple Pay. Jede zusätzliche Zahlungsart kostet dich nichts im Monat, aber jede Zahlung kostet eine Gebühr.

Ein solides Start-Set für die meisten Shops:

  • Shopify Payments: bringt Kreditkarte, Debitkarte, Apple Pay, Google Pay und Shop Pay automatisch mit. Klarna schaltest du zusätzlich frei.
  • PayPal: läuft in Deutschland separat über PayPal Express Checkout, nicht über Shopify Payments.
  • Vorkasse per Überweisung (optional): ohne Gebühren, aber langsamer und mit mehr Handarbeit.
ZahlungsartWie in ShopifyGebühr (ca., Stand Oktober 2026)Geld landet …
Kredit-/Debitkarte, Apple Pay, Google PayShopify Payments, automatisch aktivca. 2,1 % + 0,30 € im Basic-Tarif (Standardkarten); Amex/internationale Karten ca. 3,2 % + 0,30 €in der Shopify-Auszahlung
KlarnaShopify Payments, lokale Zahlungsmethode manuell aktivierenca. 2,99 % + 0,35 €in der Shopify-Auszahlung
PayPalPayPal Express Checkout (eigenes PayPal-Geschäftskonto)PayPal-Gebühr, laut PayPal 2,99 % + 0,39 € (Standardsatz Inland, Stand 07.09.2026)auf deinem PayPal-Konto
Vorkasse/ÜberweisungManuelle Zahlungsmethodekeine Zahlungsgebührdirekt auf deinem Bankkonto
Externer Anbieter (z. B. Mollie)Drittanbieter statt oder neben Shopify PaymentsGebühr des Anbieters plus Shopify-Transaktionsgebühr (Basic 2 %, Grow 1 %, Advanced 0,6 %)beim jeweiligen Anbieter

Die EUR-Gebühren für Shopify Payments und Klarna stammen aus Sekundärquellen. Prüfe die aktuellen Sätze im Admin unter Einstellungen > Zahlungen im Abschnitt Shopify Payments über Verwalten oder auf der Shopify-Preisseite. Was diese Gebühren neben Abo und Apps insgesamt ausmachen, rechnet der Artikel Was kostet Shopify wirklich? durch.

Shopify Payments aktivieren: Schritt für Schritt

Shopify Payments ist der hauseigene Zahlungsanbieter. Du brauchst keinen separaten Vertrag mit einem Kartenanbieter und keine eigene Kreditkarte, um Kartenzahlungen anzunehmen. Die Kundschaft zahlt mit ihrer Karte, du bekommst das Geld per Auszahlung auf dein Bankkonto.

Das brauchst du vorher

  • ein SEPA-fähiges Euro-Girokonto mit deutscher oder anderer zugelassener IBAN (kein Sparkonto, kein Multiwährungskonto)
  • Ausweis und Adressnachweis, zum Beispiel eine Meldebescheinigung
  • je nach Situation die Gewerbeanmeldung oder deine Umsatzsteuer-Registrierung
  • bei Gesellschaften: Angaben zu allen wirtschaftlich Berechtigten ab 25 % Anteil

Zulässig sind laut Shopify unter anderem Einzelunternehmen, GmbH/UG, OHG/KG und GbR. Wenn du noch kein Gewerbe hast: Wie du es anmeldest, steht in Gewerbe anmelden für den Online-Shop. Die vollständige Liste der Unterlagen findest du in den Shopify-Payments-Voraussetzungen für Deutschland.

So gehst du vor

  1. Öffne im Shopify-Admin Einstellungen > Zahlungen.
  2. Starte im Bereich Shopify Payments die Einrichtung und gib Unternehmensform, Kontaktdaten und Bankverbindung ein.
  3. Lade die angeforderten Nachweise hoch. Achte darauf, dass der Name auf dem Konto exakt zu deinen Unternehmensangaben passt. Abweichende Namen sind ein häufiger Grund für fehlgeschlagene Auszahlungen.
  4. Prüfe danach über Verwalten, welche Zahlungsmethoden aktiv sind. Karten, Apple Pay, Google Pay und Shop Pay sind automatisch an.
  5. Mach eine Testbestellung, bevor du live gehst. Was sonst noch auf die Launch-Liste gehört, steht in Shopify-Shop live schalten: Die Checkliste.

Shopify Payments fehlt oder der Shop nimmt keine Zahlungen an

  • Shopify Payments wird gar nicht angezeigt: Prüfe in den Shop-Einstellungen Land und Adresse deines Unternehmens. Shopify bietet Payments nur an, wenn dein Unternehmen in einem unterstützten Land sitzt.
  • Im Checkout steht „Dieser Shop kann derzeit keine Zahlungen akzeptieren“: Meist ist kein Zahlungsanbieter vollständig eingerichtet, oder Shopify Payments wartet noch auf Nachweise. Der Hinweis steht auf der Seite Zahlungen.
  • Echte Zahlungen scheitern: Ist der Testmodus noch aktiv, gehen echte Karten nicht durch.
  • Du bist unter 18: Laut Shopify-AGB brauchst du für ein eigenes Konto die Volljährigkeit, ohne eigenes Konto keine Auszahlung.

Stripe suchst du als Shop mit Sitz in Deutschland in der Regel vergeblich: Hier ist Shopify Payments der vorgesehene Kartenanbieter, einen eigenen Stripe-Vertrag brauchst du nicht.

PayPal in Shopify einrichten

PayPal findest du in Deutschland nicht unter Shopify Payments. Das ist kein Fehler: PayPal über Shopify Payments gibt es laut Shopify nur in Frankreich und den USA. Bei dir läuft PayPal als eigener Anbieter über PayPal Express Checkout. Shopify legt dafür beim Erstellen des Shops automatisch ein Konto mit deiner Shop-E-Mail an, das du aber noch fertig einrichten musst.

  1. Gehe zu Einstellungen > Zahlungen.
  2. Klicke unter den zusätzlichen Zahlungsmethoden bei PayPal auf „Einrichtung unvollständig“ und dann auf „Einrichtung abschließen“.
  3. Melde dich mit deinem PayPal-Konto an oder lege ein neues an. Shopify verlangt ein PayPal-Geschäftskonto, das mit deiner Shop-E-Mail verknüpft ist.
  4. Gib deine Unternehmensdaten ein, stimme den Berechtigungen zu und kehre zu Shopify zurück.
  5. Mach eine Testzahlung mit einem anderen PayPal-Konto als dem, das das Geld empfängt.

Das Geld aus PayPal-Zahlungen landet direkt auf deinem PayPal-Konto, nicht in der Shopify-Auszahlung. Den Lieferanten bezahlst du trotzdem meist, bevor eine Shopify-Auszahlung da ist. Wann welches Geld wo ankommt, erklärt der Artikel Shopify-Auszahlungen: Wann kommt dein Geld.

Die genauen Schritte stehen in der Shopify-Anleitung PayPal Express Checkout einrichten.

Klarna aktivieren: über Shopify Payments oder extern?

Klarna ist in Deutschland als lokale Zahlungsmethode in Shopify Payments verfügbar. Anders als Karten ist sie nicht automatisch an: Du aktivierst sie im Admin unter Zahlungen im Bereich Shopify Payments. Angezeigt wird Klarna dann je nach Land der Kundschaft.

Der Vorteil gegenüber einer externen Klarna-Anbindung: kein zweiter Vertrag, keine Shopify-Transaktionsgebühr, und das Geld kommt mit der normalen Shopify-Auszahlung. Die Gebühr liegt laut Sekundärquellen bei ca. 2,99 % + 0,35 € pro Zahlung.

Wann eine externe Klarna-Anbindung trotzdem Sinn ergibt

Bei hohem Umsatz kann ein direkter Vertrag mit Klarna günstigere Konditionen bringen. Rechne dann so: Klarna-Konditionen plus Shopify-Transaktionsgebühr deines Tarifs gegen die Shopify-Payments-Gebühr für Klarna. Die Transaktionsgebühr sinkt mit dem Tarif (Advanced 0,6 %, Plus 0,2 %), deshalb ist die externe Variante vor allem für große Shops interessant. Für Einsteiger ist Klarna über Shopify Payments fast immer der einfachere Weg.

Rechtlich gilt für Klarna dasselbe wie für jede Zahlungsart: Deine Datenschutzerklärung sollte Klarna als Zahlungsdienstleister nennen, und die Zahlungsarten, die du in AGB oder Zahlungsinfos aufführst, müssen zu dem passen, was der Checkout tatsächlich anbietet. Was sonst in die Rechtstexte gehört, steht in Shopify abmahnsicher machen.

Vorkasse und andere manuelle Zahlungsarten

Vorkasse per Überweisung, Nachnahme oder eine eigene Zahlungsart richtest du als manuelle Zahlungsmethode ein. Dafür fallen weder Zahlungs- noch Shopify-Transaktionsgebühren an, auch nicht beim Dropshipping.

  1. Öffne Einstellungen > Zahlungen.
  2. Wähle unter Manuelle Zahlungsmethoden eine vorgeschlagene Methode oder „Benutzerdefinierte Zahlungsmethode erstellen“.
  3. Trage unter Zusätzliche Details ein, was im Checkout steht, und unter Zahlungsanweisungen deine IBAN und den Verwendungszweck (am besten die Bestellnummer).
  4. Aktiviere die Methode.

Bestellungen mit manueller Zahlung erscheinen als „unbezahlt“. Du markierst sie selbst als bezahlt, sobald das Geld da ist, und versendest erst dann. Kommt die Überweisung nicht, stornierst du die Bestellung nach einer Frist, damit der reservierte Bestand wieder frei wird. Wie das geht, steht in Bestellungen in Shopify stornieren und erstatten. Das alles ist Handarbeit. Für Shops mit vielen Bestellungen lohnt sich Vorkasse deshalb vor allem als Ergänzung für Kundschaft, die keine Online-Zahlung nutzen will. Details stehen im Shopify Help Center zu manuellen Zahlungen.

Zahlungsarten ausblenden, sortieren, umbenennen

Häufige Fragen aus der Praxis: „Wie schließe ich einzelne Produkte von PayPal aus?“, „Wie zeige ich PayPal zuerst?“ oder „Warum wird Klarna angezeigt, obwohl ich es nicht will?“. Für Letzteres reicht es, die Methode in den Zahlungseinstellungen zu deaktivieren. Für alles, was nach Regeln funktionieren soll, brauchst du eine App.

Shopify erlaubt Apps über sogenannte Payment-Customization-Funktionen, Zahlungsarten im Checkout auszublenden, neu zu sortieren und umzubenennen. Es gibt Grenzen: Wallets wie Apple Pay oder Google Pay kannst du ausblenden, aber nicht umsortieren. Methoden mit Logo wie Shop Pay, Apple Pay oder Google Pay kannst du nicht umbenennen. Pro Shop sind höchstens 25 solcher Funktionen aktiv. Quelle: Shopify-Entwicklerdokumentation.

Typische Regeln:

  • Kauf auf Rechnung erst ab oder nur bis zu einem bestimmten Warenkorbwert
  • Vorkasse für personalisierte Produkte, Nachnahme nur in Deutschland
  • eine Zahlungsart für bestimmte Produkte, Kollektionen oder Kundengruppen ausblenden
  • die bevorzugte Zahlungsart oben anzeigen

Für solche Regeln haben wir bei Appsentials unsere App Payment Rules gebaut (unsere App, zur Offenlegung). Sie blendet Zahlungsarten im Checkout aus, sortiert sie und benennt sie ab dem Basic-Plan um. Bedingungen sind zum Beispiel Warenkorbwert und Land, im Pro-Plan auch B2B- und Metafeld-Bedingungen. Alternativen findest du im Shopify App Store unter Suchbegriffen wie „hide payment methods“. Achte bei jeder App darauf, dass sie Shopify Functions nutzt und nicht mit Skripten im Theme arbeitet.

Ob du PayPal ganz oben oder weiter unten zeigen solltest, lässt sich nicht pauschal beantworten. PayPal ist in Deutschland sehr verbreitet, kostet dich aber meist mehr als eine Kartenzahlung. Teste die Reihenfolge an deinen eigenen Zahlen, statt einer allgemeinen Faustregel zu folgen.

Shopify Payments ist in deinem Land nicht verfügbar: Was jetzt?

Shopify Payments gibt es laut Shopify in 40 Ländern, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz. Prüfe die aktuelle Länderliste. Entscheidend ist das Land deines Unternehmens, nicht das deiner Kundschaft.

Steht dein Land nicht drauf, hast du drei Wege:

  1. Drittanbieter wählen: Unter Einstellungen > Zahlungen zeigt Shopify dir über „Anbieter auswählen“ die Zahlungsanbieter, die in deinem Land verfügbar sind. Eine Übersicht nach Ländern bietet die Seite Shopify Payment Gateways. Es kann immer nur ein Kreditkarten-Anbieter gleichzeitig aktiv sein.
  2. PayPal, sofern PayPal in deinem Land Zahlungen empfangen darf.
  3. Manuelle Zahlungsarten wie Überweisung oder Nachnahme als Ergänzung.

Rechne bei Drittanbietern die Shopify-Transaktionsgebühr ein: im Basic-Tarif 2 % pro Bestellung, zusätzlich zur Gebühr des Anbieters. Bei kleinen Margen frisst das schnell einen großen Teil des Gewinns. Wie du das sauber einkalkulierst, zeigt Preise kalkulieren im Online-Shop.

Für Shops in Deutschland ist die Frage meist eine andere: Du willst in Länder außerhalb der EU verkaufen. Das geht mit Shopify Payments ohne Weiteres. Lokale Währungen und Zahlungsmethoden im Ausland stellst du über Shopify Markets ein, siehe Shopify Markets: Mehrsprachig & mehrere Währungen.

Shops in Österreich und der Schweiz

Beide Länder unterstützen Shopify Payments, die Einrichtung läuft wie oben. Zusätzlich zu Klarna aktivierst du in Österreich bei Bedarf EPS (für österreichische Kundschaft in Euro), in der Schweiz TWINT (für Kundschaft in der Schweiz, die in CHF zahlt). Fehlt Klarna oder TWINT, ist meist Shopify Payments noch nicht vollständig eingerichtet oder die Methode nicht aktiviert. Die aktuelle Liste steht im Help Center für Österreich und die Schweiz.

B2B und Großhandel: Zahlungsziele, Rechnungskauf und Firmenkunden

Verkaufst du an Firmen oder Wiederverkäufer, brauchst du andere Regeln als bei Endkunden: Kauf auf Rechnung mit Zahlungsziel und eigene Preise. Shopify hat dafür eine B2B-Funktion. Laut Shopify Help Center gibt es sie in den Tarifen Basic, Grow, Advanced und Plus, nicht aber in Starter oder Retail. Firmenkunden legst du im Admin als Unternehmen an und legst pro Standort Preise, Zahlungsbedingungen und Zahlungsmethoden fest.

B2B-FunktionBasic, Grow, AdvancedPlus
Zahlungsziele (netto 7, 15, 30, 45, 60 oder 90 Tage, fällig bei Versand)jaja
Gespeicherte Kreditkarten der Firmenkundenjaja
Staffelpreise und Mengenregeln (Mindestmenge, Verpackungseinheit)jaja
Bestellung erst zur Prüfung statt direkt kaufen („Checkout to draft“)jaja
B2B-Kataloge mit eigenen Preisenmax. 3 aktiveunbegrenzt
Anzahlungen und Teilzahlungenneinja

Quelle: Shopify, B2B-Funktionen nach Tarif. Bei einem Zahlungsziel zahlt die Firma später über ihr Kundenkonto. Eine gespeicherte Karte belastet Shopify laut Help Center nicht automatisch, das löst du selbst im Admin aus.

  • Zahlungsarten nach Kundentyp: Zahlungsziele stellst du direkt am Unternehmen ein. Sollen im Checkout etwa PayPal oder Klarna für Firmenkunden verschwinden, hilft eine Payment-Customization-App mit B2B-Bedingungen, zum Beispiel Payment Rules im Pro-Plan.
  • Rechnungen: Firmen brauchen eine ordentliche Rechnung, ab 2027 bzw. 2028 schrittweise als E-Rechnung. Was du brauchst, erklärt Rechnungen und Buchhaltung im Shopify-Shop.

Recht: Keine Aufschläge auf Zahlungsarten

Die Zahlungsgebühren zahlst du, nicht die Kundschaft. Nach § 270a BGB darfst du für SEPA-Überweisungen, SEPA-Lastschriften und gegenüber Verbrauchern für gängige Karten wie Visa und Mastercard kein Extra-Entgelt verlangen. Und verlangst du für irgendeine Zahlungsart ein Entgelt, muss es nach § 312a Abs. 4 BGB mindestens eine gängige, zumutbare und kostenlose Alternative geben. Die einfachste und sicherste Lösung: keine Aufschläge auf irgendeine Zahlungsart. Die Gebühren gehören in deine Preiskalkulation.

Häufige Fragen

Muss ich in Shopify alle Zahlungsarten anbieten?

Nein. Du entscheidest selbst, welche Zahlungsarten du anbietest. Rechtlich wichtig ist vor allem, dass du keine unzulässigen Aufschläge verlangst. Für die Conversion sind in Deutschland PayPal, Rechnungskauf und Karte bzw. Apple Pay wichtig. Monatliche Kosten entstehen durch zusätzliche Zahlungsarten nicht, nur Gebühren pro Zahlung. Deaktivieren kannst du jede Methode unter Einstellungen > Zahlungen.

Brauche ich eine eigene Kreditkarte, um Kartenzahlungen anzunehmen?

Nein. Für Shopify Payments brauchst du ein Euro-Girokonto, auf das die Auszahlungen gehen. Ob du selbst eine Kreditkarte besitzt, spielt keine Rolle. Kundinnen und Kunden zahlen mit ihrer eigenen Karte. Eine Karte brauchst du höchstens, um die Shopify-Rechnung, Apps oder Werbeanzeigen zu bezahlen.

Kann ich Shopify Payments und PayPal gleichzeitig nutzen?

Ja, das ist in Deutschland die übliche Kombination. Shopify Payments deckt Karten, Apple Pay, Google Pay und Klarna ab, PayPal läuft parallel über PayPal Express Checkout. Ist Shopify Payments dein primärer Anbieter, fällt auf PayPal-Zahlungen keine Shopify-Transaktionsgebühr an. Nur einen zweiten Kreditkarten-Anbieter kannst du nicht parallel aktivieren.

Warum finde ich PayPal nicht unter Shopify Payments?

Weil PayPal in Deutschland nicht über Shopify Payments läuft. Nur in Frankreich und den USA ist PayPal dort integriert. Bei dir steht PayPal unter Einstellungen > Zahlungen bei den zusätzlichen Zahlungsmethoden. Meist ist das Konto schon angelegt, aber mit „Einrichtung unvollständig“ markiert. Schließe die Einrichtung mit einem PayPal-Geschäftskonto ab.

Sollte ich ein separates Bankkonto und PayPal-Konto für den Shop anlegen?

Ja, das ist sinnvoll. Für PayPal verlangt Shopify ohnehin ein Geschäftskonto. Ein eigenes Bankkonto für den Shop trennt private und geschäftliche Zahlungen und macht Buchhaltung und Steuererklärung deutlich einfacher. Viele Banken untersagen außerdem in ihren Bedingungen die geschäftliche Nutzung eines Privatkontos. Prüfe das bei deiner Bank.

Soll ich Shop Pay im Checkout lassen?

Shop Pay ist mit Shopify Payments automatisch aktiv. Kundschaft, die bereits ein Shop-Konto hat, kann damit gespeicherte Adress- und Zahlungsdaten nutzen und schneller bezahlen. Ob es in deinem Shop tatsächlich genutzt wird, siehst du an den Zahlungsarten deiner Bestellungen. Es kostet dich nichts extra, solange es niemand nutzt. Wenn es dich stört, kannst du Wallets wie Shop Pay per Payment-Customization-App ausblenden.

Kann ich PayPal für einzelne Produkte deaktivieren?

Mit Shopify-Bordmitteln nicht. Dafür brauchst du eine App, die Zahlungsarten nach Regeln ausblendet, zum Beispiel nach Produkt, Kollektion, Warenkorbwert oder Land. Shopify stellt dafür Payment-Customization-Funktionen bereit, die Apps im Checkout nutzen. So lässt sich PayPal etwa bei bestimmten Produkten ausblenden, während es im restlichen Shop sichtbar bleibt.

Ist PayPal gebührenfrei, wenn ich Shopify Payments nutze?

Nein. Mit Shopify Payments als primärem Anbieter entfällt nur die zusätzliche Shopify-Transaktionsgebühr auf PayPal-Zahlungen. Die Gebühr von PayPal selbst zahlst du immer, im Inland laut PayPal 2,99 % + 0,39 € pro Zahlung (Stand 07.09.2026). Sie wird direkt auf deinem PayPal-Konto abgezogen.

Stand: Oktober 2026. Gebühren und Verfügbarkeiten ändern sich. Prüfe die aktuellen Werte in deinem Shopify-Admin. Dieser Artikel ist keine Rechts- oder Steuerberatung.

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Zahlungsarten im Checkout nach Regeln ausblenden, sortieren und umbenennen, z. B. nach Warenkorbwert oder Land.

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